
Auf dem Pressenboden ist ein Ozonleck nicht nur ein Geruch. Es zwingt dazu, mehr Belüftung laufen zu lassen, verschleißt Reflektoren schneller und setzt Bediener irritierenden Stoffen aus, die sie nicht einatmen sollten. Deshalb verwenden wir in unseren UVC-Quecksilberdampflampen ozonfreies Quarz: Es lässt die für Oberflächendesinfektion und Aushärtung benötigte 254-nm-Strahlung durch und filtert die 185-nm-Linie heraus, die O₃ erzeugt. Das Ergebnis sind ein stabiler Spektralausgang, sauberere Aushärtungsbedingungen und deutlich weniger Belastungen durch die Luftqualität.
Technisch relevant ist Folgendes:
Quecksilber-UV-Lampen sind kein Plug-and-Play. Bei Offset-, Flexo-, Siebdruck- und Tiefdruckmaschinen müssen Bogenlänge, Endfassung und Reflektorgeometrie auf den elektrischen Rahmen der Lampe abgestimmt sein. Ozonfreies Quarz verändert das Emissionsprofil, indem es das kurzwellige Vakuum-UV herausfiltert, sodass die Energie dort bleibt, wo Photoinitiatoren tatsächlich reagieren – typischerweise bei 365 nm und 254 nm – ohne zusätzliches O₃ zu erzeugen. Reflektoren sauber halten und die Leistung konstant halten, so dass die Spitzenbestrahlungsstärke über die Nennlebensdauer ±5 % nicht überschreitet.
Warum ist das bei Ihrer Maschine relevant?
Ozonfreies Quarz hält den Arbeitsbereich atembar, ohne die Absaugung überdimensionieren zu müssen. Das bedeutet weniger Rüstzeiten und geringere Belastung für die Klimatisierung, während die Aushärtung über unterschiedliche Substrate hinweg konstant bleibt. Für Bediener bedeutet das weniger Unterbrechungen für Luftmessungen und geringeres Expositionsrisiko in Lampennähe. Für die Maschine führt das zu reproduzierbarem Vernetzungsergebnis, weniger Ausschuss und planbaren Lampenwechselintervallen.
Einige praktische Hinweise:
Ozonfreies Quarz ist im fernen UV-Bereich etwas weniger durchlässig als ozonerzeugende Qualitäten, daher sollten Sie Ihre Tintenchemie und Dosisanforderungen bestätigen. Die Installation muss exakt sein: Die Lampe muss sich genau in der Brennebene des Reflektors befinden. Eine Fehllage von 2–3 mm kann die Bestrahlungsstärke um 10 % oder mehr reduzieren. Am Lebensende sind die Lampen als Gefahrstoffe zu behandeln – lokale Vorschriften für den Umgang und die Entsorgung von Quecksilber sind einzuhalten.